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 VideoFutura. Das Apple Computer Videoprojekt

Die Projekte der zweiten Runde

Am 11. Oktober 2004 prämierte Ute Schäfer, Ministerin für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW die fünf Kurzfilme aus der ersten Runde von VideoFutura, die damit Ihren Abschluss fand.

Die Veranstaltung war zugleich offizieller Startschuss zur zweiten Runde, für die unter 80 Förderschulen in NRW fünf ausgesucht wurden, denen die Apple Computer GmbH kostenlos die für die Filmproduktion benötigte Hard- und Software stellte. Bis Ende November wurden die Projektschulen ausgestattet und erste Einführungstrainings abgeschlossen.

Das Thema der zweiten Runde war "Beziehungen". Nach den außergewöhnlichen und individuellen Interpretationen zum Thema "Zukunft" aus der ersten Runde sind wieder spannende Filme entstanden. Eine Abschlussveranstaltung wird Ende September 2005 in Düsseldorf statt finden.

Die Projekte der zweiten Runde


Mosaik-Schule, Schule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung, Grevenbroich

"Batman und Robin in Gefahr"

Durch ein noch zu definierendes Unglück gerät Batman in die Fänge eines üblen Ganoven und muss von seinem Freund Robin gerettet werden. Diese von Schülerinnen und Schülern entwickelte Grundidee soll szenisch ausgebaut und dramaturgisch geschärft werden. Ein Schwerpunkt für die weitere Gestaltung der Geschichte wird auf den Gefühlen „Sympathie“ und „Abneigung“ und ihrer Bedeutung für die Beziehung zwischen Batman und Robin liegen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen den Umgang mit neuen Techniken erfahren. Sie sollen in einer motivierenden Lernumgebung kreativ tätig werden und Formen der Selbstdarstellung üben. Durch die Gestaltung eines Videofilms sollen sie aber auch erkennen, wie mediale Inhalte manipuliert werden können.
Dadurch soll ihr kritisches Bewusstsein gegenüber Inhalten von Fernsehen aber auch Kino geschärft werden.

Das Drehbuch zu "Batman und Robin in Gefahr" finden Sie hier... (pdf, 499 KB)
Zum Trailer und zur Projektseite der Mosaik-Schule gelangen Sie
hier...




Carl-Ruß-Schule, Schule für Erziehungshilfe, Solingen

"Ist mir doch egal...Ist das mein Problem?! Mehr Verantwortung übernehmen? Ein Video-Projekt zum konstruktiven Umgang mit Konflikten in der Schule für Erziehungshilfe"

Es ist im Rahmen des Projektes geplant, das Thema „Täter-Opfer-Ausgleich“ (TOA) zu dokumentieren. Dazu soll das Modell „Stufen der Verantwortung“, ein Interventionsmodell bei Regelverstößen und sozial nicht akzeptablem Verhalten von Kindern und Jugendlichen, filmisch darzustellen. Konflikte sind Alltag in der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, so dass „Konfliktschlichtung“ zu den regelmäßigen Aufgaben in der Arbeit in der Schule zählt. In dem Video werden Täter und Opfer über die Tat, deren Ursachen und Folgen sprechen und eine Schadensregulierung aushandeln.



Schule am Haus Langendreer – Westfälische Schule für Körperbehinderte, Bochum

„Ich hab´ sie mir nicht ausgesucht“ – Freundschaft überwindet Barrieren
Geplant ist die Darstellung einer Beziehung zwischen einem schwerstbehinderten und einem körperbehinderten Jungen, die es beiden ermöglicht einen Teil ihrer Barrieren zu überwinden. Durch die Videoarbeit soll die Förderung des Selbstbildes und der handelnde Umgang mit sich und anderen unterstützt werden.
Für Schülerinnen und Schüler mit einer Körperbehinderung ist das Thema „Beziehung“ besonders geeignet, weil die Projektumsetzung aufgrund der unterschiedlichen Behinderungen nur durch gegenseitige Unterstützung realisiert werden kann. Die Umsetzung soll durch die Besetzung verschiedener Funktionen wie Schauspieler, Regie (Assistent), Kamera, Maske- und Effekte, sowie Videobearbeitung/Schnitt etc. erfolgen, wobei keine Funktion für sich isoliert stehen, sondern
alle Beteiligten durch gemeinsame Reflexionsprozesse und Zusammenarbeit Einblicke in die Arbeit der anderen erhalten sollen.

Das Drehbuch zu "Ich hab sie mir nicht ausgesucht" finden Sie hier... (pdf, 308 KB)
Zum Trailer der Schule am Haus Langendreer gelangen Sie hier... (wmv, 2,26 MB)


Wilhelm-Raabe-Schule, Schule für Lernbehinderte, Marl

"Blutige Rache"

Das Filmprojekt soll zweimal wöchentlich in einer AG der Abschlussstufe (Klassen 8 – 10) durchgeführt werden. Der Film handelt von einem Jungen, in den sich alle Mädchen verlieben und der sich auf drei Beziehungen gleichzeitig einlässt. Die drei Freundinnen wissen zunächst noch nichts von der Existenz der weiteren Freundinnen und sind glücklich und verliebt.
Doch als sich herausstellt, dass der Junge alle drei betrügt, nehmen sie blutige Rache... das lassen sie sich nicht gefallen!

Motivation und Eigeninitiative sollen im Rahmen des Projektes gefördert und Erfolgserlebnisse außerhalb der klassischen Schulfächer möglich sein. Der Gedanke, selber im Film zu spielen, selber Ideen umsetzen zu dürfen, ist bei den Schülerinnen und Schülern auf Begeisterung gestoßen. Sie werden sich mit dem Drehbuch, das eine überzogene Lösung eines Beziehungsproblems darstellt, beschäftigen und dabei Ideen entwerfen, verwerfen, diskutieren und umsetzen.


Gutenbergschule, Sankt Augustin

"Brian's große Chance"
Es ist Praktikumszeit! Fast alle Schülerinnen haben einen Platz ihrer Wahl gefunden – nur Brian nicht. Er hat „keinen Bock“, wie er vollmundig tönt. Mit Hilfe des Schulsozialarbeiters gelingt es aber schließlich doch, ihn in einen KFZ-Betrieb, der auch eine Lernpartnerschaft mit der Schule pflegt, zu vermitteln. Brian absolviert auch sein Praktikum in der ersten Woche mehr schlecht als recht; er macht zwar alle anfallenden Arbeiten und kommt auch pünktlich zum Betrieb, ist aber oft sehr missmutig.


Das ändert sich, als in der zweiten Wochen Lena, eine attraktive Schülerin einer anderen Schule, ebenfalls hier ihr Schülerbetriebspraktikum beginnt. Sofort lebt Brian auf, wird freundlich und immer besser gelaunt und strengt sich bei den Arbeiten im Betrieb besonders an, um dem Mädchen auch zu imponieren. Die ignoriert ihn jedoch zunächst, erst in der folgenden Woche kommen sich beide näher und führen im Aufenthaltsraum des Betriebes persönliche Gespräche, tauschen kleine Gesten aus. Brian will sich eigentlich mit ihr verabreden, traut sich aber nicht und verschiebt sein Ansinnen auf den nächsten Tag. Aber leider erkrankt er an den letzten Tagen des Praktikums. Nun ist guter Rat teuer, Brian versucht mit Hilfe seines Lehrers und des Sozialpädagogen seine Praktikumszeit zu verlängern, um Lena wieder zu sehen und sein Vorhaben noch in die Tat umzusetzen. Ob es gelingt?

Den Schülerinnen und Schülern soll der kreative Möglichkeiten im Umgang mit der Videotechnik gezeigt werden.

Sie sollen die Möglichkeit zum Gestalten und Verbreiten von eigenen Medienbeiträgen für die Schulöffentlichkeit haben und dabei fächerübergreifend ein Thema bearbeiten. Sie sollen die Techniken von Interview-Führung und Szenen-Anordnung erlernen, sie geben dabei selbst Auskunft über ihr Leben, sollen erfahren, dass man Erlebnisse und Erfahrungen mit der Filmkamera dokumentieren kann.
Den Projektablaufplan zu "Brian's große Chance" finden Sie hier... (pdf, 10,8 KB) 
Die Auflösung der Geschichte (im Drehuch) finden Sie hier...(pdf, 1,18 MB) 

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