Fleißig in der Freizeit: Knapp 500 Schülerinnen und Schüler haben in den Osterferien an den "LernFerien NRW" in insgesamt 20 Camps teilgenommen. „Die ‚LernFerien' sind ein gutes und mittlerweile bewährtes Instrument, um Jugendlichen Impulse zu geben und ihre Motivation zu stärken. Die besonderen Möglichkeiten der außerschulischen Lernorte, die entspannte Atmosphäre, gepaart mit an der Lebenswelt der Jugendlichen orientierten fachlichen Lerninhalten und Impulsen zur Selbstorganisation, machen das Projekt zu einem besonderen Angebot der individuellen Förderung in Nordrhein-Westfalen", erläuterte Schulministerin Sylvia Löhrmann. Seit 2008 haben insgesamt mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler an den „LernFerien NRW" teilgenommen. Die Camps widmeten sich jeweils einem von drei Themenbereichen, nämlich "Versetzung sichern", "Begabungen fördern" und "Berufsorientierung".
Unter dem Motto "Versetzung sichern", fanden zehn Camps an sieben Standorten mit insgesamt 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Das Angebot richtete sich an versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe. In den fünftägigen Veranstaltungen arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an ihren individuellen Lernschwierigkeiten und fanden darüber hinaus vielfältige Anregungen zur Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen und Lernmotivation. Die Vermittlung neuer Lernkompetenzen, Lernmotivation und von Erfolgserleben in fachlichem Lernen soll ihnen das Rüstzeug geben, am Ende des Schuljahres das Klassenziel zu erreichen.
Das Motto "Berufsorientierung" stand in acht Camps im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten. Dabei wurden 240 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 8 bis 10 von Haupt-, Real- und Gesamtschulen in ihrer individuellen Berufsorientierung durch erfahrungsbezogene und handlungsorientierte Angebote unterstützt. Den jungen Menschen wurden, je nach persönlichem Bedarf, zwei Varianten angeboten: Zum einen standen die Interessen und Neigungen im Vordergrund, zum anderen die Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. "Wir fördern die ‚LernFerien' gerne, weil sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Rahmen intensiv und konzentriert mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen können und viel Optimismus mit auf den Weg bekommen und bei einer nachhaltigen Berufswahl unterstützt werden. Sie lernen ihre Fähigkeiten und Stärken besser einzuschätzen und erwerben so wichtige Voraussetzungen, um einen späteren Ausbildungs- oder Studienabbruch zu vermeiden", sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, welche die "LernFerien NRW - Berufsorientierung" finanziell unterstützt.
Individuelle Potenziale und Stärken zu entwickeln war das Ziel der landesweit zwei Camps unter dem Motto "Begabungen fördern", die in Mülheim an der Ruhr und Hemer stattfanden. Diese Angebote richteten sich an 50 Jugendliche der 12. Jahrgangsstufe an Gesamtschulen und Gymnasien. Sie boten den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen, um auf diesem Weg Persönlichkeit, Motivation und Verantwortungsbewusstsein der jungen Menschen zu stärken.
"Ich freue mich, dass die ‚LernFerien' mit ihren wichtigen Inhalten wieder so viele Schülerinnen und Schüler erreicht haben und mittlerweile in Nordrhein-Westfalen als Angebot zur individuellen Förderung etabliert sind. Die ‚LernFerien' sind ein Erfolgsprojekt", sagte Roland Berger, Vorstand der umsetzenden Stiftung Partner für Schule NRW. Standorte der insgesamt 20 Camps waren Breckerfeld, Detmold, Haltern am See, Hamminkeln, Hagen, Havixbeck, Hemer (bei Iserlohn), Kevelaer, Lindlar, Mülheim an der Ruhr, Oerlinghausen, Simmerath-Rurberg, Soest, Solingen und Vreden.
Die "LernFerien Nordrhein-Westfalen" sind ein innovatives Angebot zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern in NRW. Initiiert werden die LernFerien Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Finanziert werden die verschiedenen thematischen Schwerpunkte von unterschiedlichen Geldgebern: dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Europäischen Sozialfonds und der katholischen Akademie "Die Wolfsburg". Umgesetzt werden die LernFerien von der Stiftung Partner für Schule NRW und der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks. Weitere Informationen gibt es auf der Projektwebseite.
Quelle: Stiftung Partner für Schule NRW