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Auswertungen
Auswertung der Schulungen zum Lehrerbetriebspraktikum: Ein Ausschnitt
Insgesamt nahmen 146 Lehrerinnen und Lehrer aus weiterführenden Schulen an den Informationsveranstaltungen zum Lehrerbetriebspraktikum teil. Anhand anschaulicher Praxisbeispiele aus mehr als 50 erprobten und ausgewerteten Betriebspraktika im Modellprojekt „Schule im Betrieb“ bekamen die Lehrpersonen einen guten Einblick in die Rahmenbedingungen, Ziele und den Nutzen des Betriebspraktikums sowie erste Anleitungen zur praktischen Planung und Umsetzung. Die teilnehmenden Lehrpersonen begrüßten die Veranstaltungen als sinnvolles Angebot und wichtigen Impulsgeber, das Lehrerbetriebspraktikum verstärkt als einen Baustein schulischer Berufswahlvorbereitung in den Blick zu nehmen und verbindlich im Schulalltag durchzuführen.
Am häufigsten haben Lehrer/innen von Hauptschulen (44%) an den Informationsveranstaltungen teilgenommen (Schaubild 1). „Schulen benötigen Unterstützung jeglicher Art bei ihrer Arbeit zur Berufswahlorientierung“, so ein Hauptschullehrer aus Mönchengladbach. Neben den teilnehmenden Gesamtschul- (19%) und Realschullehrer/innen (18%) haben ebenso Lehrer/innen der Förderschulen (11%) die Informationsveranstaltungen besucht. Für ihre Schulabgänger/innen gibt es kaum direkte Zugangswege zu einer beruflichen Ausbildung. Über das Lehrerbetriebspraktikum möchten die Förderschullehrer/innen insbesondere Einblicke in betriebliche Praxis und Anforderungen gewinnen und Kontakte zum Unternehmen knüpfen. Lehrkräfte von Gymnasien und Berufskollegs haben die Informationsveranstaltungen seltener besucht (6%; 4%).
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Die Hälfte der teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer ist 50 Jahre und älter (Schaubild 2). Das Lehrerbetriebspraktikum wird von älteren Lehrkräften mit Interesse verfolgt und als unterstützende Maßnahme für die schulische Berufswahlorientierung sowie für den Zugang in Betriebe und Ausbildung gewertet.

Alle teilnehmenden Lehrpersonen gaben die Rückmeldung, dass die Informationsveranstaltung die Wichtigkeit des Lehrerbetriebspraktikums verdeutlicht hat und das eigene Interesse, selbst ein Betriebspraktikum durchzuführen, gesteigert worden ist (Schaubild 3). „Es gab gute, gebündelte Informationen und es wurden verschiedene Praktikamodelle aufgezeigt. Das Ganze hatte einen großen Anstoßeffekt“, so ein teilnehmender Lehrer.

Mehr als 80% der teilnehmenden Lehrpersonen gaben nach Abschluss der Schulungen an, nun als Multiplikator/in tätig zu sein und das gewonnene Know-how an Kolleg/innen weitergeben zu können (s. Schaubild 4). Ziel ist es, in den Schulen nachhaltig für das Betriebspraktikum zu werben und somit die Anzahl der Lehrerbetriebspraktikant/innen zu erhöhen. „Das Lehrerbetriebspraktikum muss in den Schulen viel stärker publik gemacht werden“, so eine Lehrerin.

87% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer möchten in einem nächsten Schritt selbst ein Betriebspraktikum erproben und die gewonnenen Erkenntnisse für ihre Schülerinnen und Schüler nutzbar machen (Schaubild 5). Mit der Durchführung von Lehrerbetriebspraktika intensivieren Schulen den Kontakt zur Wirtschaft und schärfen ihr Profil im Bereich „Übergang Schule-Beruf.“

Nach den Informationsveranstaltungen haben insgesamt 57 Lehrerinnen und Lehrer weiterführend an Beratungsgesprächen zur Organisation des eigenen Betriebspraktikums teilgenommen. Hier bestand die Möglichkeit, unter fachlicher Anleitung das eigene Betriebspraktikum zu planen und vorzubereiten. Berater/innen von Küpper Sozialforschung® & Consulting GmbH standen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung und haben die einzelnen Lehrpersonen individuell bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsunternehmen und bei der Praktikumsorganisation unterstützt.
Küpper Sozialforschung® & Consulting GmbH hat allen Lehrpersonen einen entsprechenden Praktikumsplatz in Unternehmen vermittelt, die Praktikumsdurchführung begleitet und anschließend ein Feedback eingeholt.