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Die Broschüre zum Unternehmenspreis 2010
"Wir wollen:Partnerschaft. Berufswahl. Selbstständigkeit - Wirtschaft aktiv erleben."
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Gute Beispiele – Regierungsbezirk Köln
Die Partnerschaft des Gymnasium Marienschule Euskirchen, der Rheinischen Schule für Hören und Kommunikation und der AOK Rheinland-Hamburg
Ein außergewöhnliches Trio fand sich in Euskirchen. Initiiert und koordiniert durch das Büro für Lernpartnerschaften im Kreis Euskirchen startete im Jahr 2004 die Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium Marienschule und der Rheinischen Schule Hören und Kommunikation, der landesweit einzigen Bildungseinrichtung für mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche mit einer Hörschädigung. Die Dritte im Bunde und gemeinsame Partnerin der beiden Schulen ist die Geschäftsstelle Euskirchen der AOK Rheinland-Hamburg.
Der integrative Gedanke spielt bei der Zielsetzung der Partnerschaft eine entscheidende Rolle: Berührungsängste sollen auf beiden Seiten beseitigt, die Sozialkompetenzen im gegenseitigen Umgang gestärkt werden. „Zu zeigen, dass auch Gymnasialschüler mit den Behinderten gemeinsam etwas schaffen können, hilft enorm Vorurteile abzubauen“, beschreibt Maria Niefindt, Schulleiterin der Rheinischen Schule Hören und Kommunikation ihre Motivation zur Partnerschaft. Letztere wird von der AOK auf vielfältige Weise unterstützt. „In die Jugend zu investieren ist sinnvoll, gerade für uns als Krankenkasse“, sagt Helmut Schneider, Regionaldirektor der AOK Rheinland-Hamburg im Kreis Euskirchen.
Sport als Grundlage der Partnerschaft
Als ideale Basis für die Realisierung dieses Ziels erwiesen sich gemeinsame sportliche Aktivitäten. Ein Fitnesskurs mit Schülerinnen und Schülern beider Schulen bot viele Möglichkeiten einander kennen zu lernen. Bei den Sportangeboten fallen die Behinderungen der Förderschule gar nicht auf und der Teamgedanke im Sport unterstützt die persönliche Entwicklung der Schüler. Finanziert und organisiert wurden diese Angebote durch die AOK.
Weitere gesundheitsbezogene Aktionen der AOK drehten sich um das Thema Ernährung.
Die Partnerschaft mit der Förderschule stellt insbesondere für den Pädagogikunterricht am Gymnasium eine deutliche Bereicherung dar: „Die Zusammenarbeit entspricht genau dem, was Pädagogikunterricht erreichen soll: das Erlernen von Sozialkompetenz und Handlungskompetenz“, sagt Angelika Diefenthal, die die Themen im Unterricht behandelt hat.
In Gesprächen mit Pädagogen der Förderschule lernten die Gymnasiasten viel über die Hintergründe von Behinderungen und Möglichkeiten der Unterstützung.
Die Begegnungen haben bei den Gymnasiasten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wenn man selber mal mitbekommen hat, wie eine Behinderung wirklich ist, nimmt man das Thema viel ernster als sonst“, sagt die 15-jährige Johanna.
Die Partner
- Geschäftsstelle Euskirchen der AOK Rheinland-Hamburg mit 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kreis Euskirchen
- Rheinische Förderschule Hören und Kommunikation: Förderschule mit 144 Schülern mit Höreinschränkungen und Mehrfachbehinderungen
- Gymnasium Marienschule Euskirchen: Städtisches Gymnasium in Euskirchen mit etwa 989 Schülerinnen und Schülern
Beteiligte Schülergruppen
- Förderschule: Oberstufenschüler im Alter von 14 bis 16 Jahren
- Gymnasium: Pädagogik-Kurse der neunten Klasse und der elften Jahrgangsstufe
Inhalte der Partnerschaft
- Gemeinsame Sportaktivitäten
- Gemeinsame Tanzaufführungen
- Hospitationen der Gymnasiasten an der Förderschule
- Ernährungskurse
- Praktika
- Berufsinformationsveranstaltungen
Vorteile für die Schulen sowie die Schülerinnen und Schüler
- Stärkung der Sozialkompetenz
- Positive Außendarstellung
- Hilfe bei der Berufswahlorientierung
Vorteile für das Unternehmen
- Gesundheitserziehung
- Gewinnung von Auszubildenden
- Positive Außendarstellung
- Glaubwürdige Öffentlichkeitsarbeit
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