Mit Managementwissen Eigenverantwortliche Schule gestalten
Können Schulen in Managementfragen von Unternehmen lernen? Ehemalige Führungskräfte aus der Wirtschaft, die heute Schulleiter coachen, haben diese Frage mit „ja“ beantwortet und ihre Vorschläge in dem Gutachten „Eigenverantwortliche Schule gestalten“ festgehalten. Basis des Gutachtens ist die mittlerweile vierjährige ehrenamtliche Arbeit der Seniorexperten als Berater für Schulleitungen in zentralen Fragen des Schulmanagements.
Auf Anregung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW haben die Seniorexperten Organisation, Führung und Rahmenbedingungen von Schulmanagement auf der Grundlage ihrer Erfahrungen betrachtet und eine Reihe von Empfehlungen zur Weiterentwicklung der eigenverantwortlichen Schule gegeben.
Das Gutachten steht ab sofort zum Download bereit:
Gutachten - Eigenverantwortliche Schule gestalten (pdf, 1,76 MB)
Finanziert wurde das Gutachten von der Stiftung Mercator und der Stiftung Westfalen. Das Gutachten ist in fünf Schwerpunktbereiche aufgeteilt: Führungsverhalten von Schulleitern, Betriebsablauf und Struktur, Externe Einflüsse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Innovative Ausbildung (Führungsakademie).
Im Zentrum des Gutachtens steht die im neuen Schulgesetz festgeschriebene Stärkung der Eigenverantwortlichkeit von Schulleitungen. Die Erfahrung der Seniorexperten zeigen, dass große Potentiale zur Unterrichtsentwicklung und Qualitätssteigerung in den Schulen vorhanden seien, die noch weiter ausgeschöpft werden könnten. Sie sehen die nordrhein-westfälischen Schulen auf dem richtigen Weg, empfehlen aber eine weiterreichendere Umsetzung der Eigenständigkeit der einzelnen Schule nach dem Vorbild eines Konzerns, der in kleine Firmen unterteilt ist.
Die Eigenständigkeit einer Schule hänge davon ab, wie schnell und wie gut es der Schulleitung gelingt, sich zum Schulmanager mit Verantwortung für Personal und Budget zu wandeln. „Es kann sinnvoll sein, bewährte Führungsinstrumente aus der Wirtschaft in Schulen anzuwenden“, sagt Roland Berger, Vorstand der Stiftung Partner für Schule NRW. „Der Vergleich einer Schule mit einem Unternehmen hat aber Grenzen, denn sie kann naturgemäß nur ein geringes Risiko eingehen.“ Als zentral betrachten die Seniorexperten auch Fragen des Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit von Schulen, die, ähnlich wie bei Unternehmen, zentral gesteuert sein müssten und eine eindeutige Strategie verfolgen sollten.
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