"Mädchen wählen Technik" kooperiert mit der landesweiten Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation (zdi).
Eröffnungsveranstaltung "Mädchen wählen Technik"
„Bitte noch Nichts verraten“
Nach dem offiziellen Projektstart auf der didacta-Bildungsmesse, können sich interessierte Schulen umfangreiche Unterstützung für Unterrichtsprojekte sichern, die Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften und Technik in der Schule begeistern.
„Bitte noch Nichts verraten, Frau Staatssekretärin!“ sprach Beate Kowollik freundlich ins Mikrofon und meinte damit die Namen der Gewinner der Verlosungsaktion zum Projektstart von „Mädchen wählen Technik“ in Köln. Am Ende der offiziellen Auftaktveranstaltung nahm Christel Füll eine Klasse(n)kiste Brücken-Brücken-Brücken entgegen und auch das LegoMindstorms-Set fand mit Arne Ocken seinen glücklichen Gewinner.
Anlässlich der offiziellen Eröffnung des ressortübergreifenden Projekts der nordrhein-westfälischen Landesregierung, welches Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften und Technik in der Schule begeistern will und dadurch besonders ihr Berufswahlspektrum erweitern möchte, hatten zuvor die Staatssekretärin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW Dr. Marion Gierden-Jülich, Dr. Ulrich Heinemann für das Schulministerium und Roland Berger (Vorstand Stiftung Partner für Schule NRW) auf die Wichtigkeit der MINT-Stärkung in Nordrhein-Westfalen hingewiesen und die Bedeutung der geschlechtergerechten Förderung betont. Erfreut zeigten sie sich, dass sie die nordrhein-westfälischen Schulen nun für drei Jahre darin unterstützen können, junge Frauen in ihrer Berufsorientierung und Lebensplanung individuell zu fördern und die Hemmschwellen für vermeintlich männertypische Berufsfelder abzubauen. Damit werde, nach der ersten Projektrunde 2007/2008, ein erfolgreiches Pilotprojekt für ganz NRW zugänglich gemacht und die Schul- und Unterrichtsentwicklung in Nordrhein-Westfalen positiv beeinflusst.
Im Gespräch mit der Journalistin und WDR-Moderatorin Beate Kowollik erläuterten die Verantwortlichen das Projektkonzept und antworteten auf Fragen des Publikums. Außerdem berichteten beim Auftakt Gabriele Vieler vom Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Duisburg und Birgit Glauner, Lehrerin an der St. Marien-Grundschule Moers, über ihre bereits erfolgreich umgesetzten Unterrichtsideen zur mädchengerechten MINT-Förderung. Das Projekt „Wir erklimmen die Schule – Mädchen lernen schweißen“ des Duisburger Gymnasiums, welches im Fach Kunst umgesetzt wurde, demonstrierte eindrucksvoll, dass dies nicht exklusiv in einem naturwissenschaftlichen oder technischen Fach stattfinden muss. Schülerin Angelika Sygulla hatte eine Stahlskulptur mitgebracht, an der sie eigenhändig mitgewirkt hat und erzählte von der anstrengenden, aber schönen Arbeit. Jetzt möchte sie nach ihrem Abitur ein künstlerisches Fach studieren. Ihre Mitschülerin Nina Lauterbach ist durch die Erfahrungen im Schulprojekt in ihrem technischen Interesse gestärkt worden. Sie schreibt sich demnächst für Mechatronik an der Uni ein.
Dass das Interesse für naturwissenschaftliche und technische Phänomene schon ganz früh beginnt und spielerisch gefördert werden kann, machte Sandra Volkmann deutlich. Die ehemalige Grundschülerin an der St. Marien-Schule Moers hat im Rahmen des Projekts mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern eine „Geisterbahn“ gebaut, die durch Schaltkreise Lichteffekte erzeugte und kreativ gestaltet werden konnte. Gemeinsam stellten Volkmann und Glauner die Idee an einem Geisterbahn-Exponat dar.
Ermutigende Beispiele wie diese stimmten auch für die aktuelle Projektrunde zuversichtlich. Sie weckten bei den Projektpartnern die Hoffnung, auch jetzt wieder spannende Unterrichtsprojekte unterstützen zu können, die demnächst im Rahmen von „Mädchen wählen Technik“ an den nordrhein-westfälischen Schulen entwickelt werden.
Wer selbst gern ein Projekt zur Mädchentechnikförderung an seiner Schule umsetzen möchte oder gar bereits über ein Projektidee verfügt, kann sich ab sofort umfangreiche ideelle und materielle Unterstützung sichern. Zur Anmeldung steht ein Interessenbekundungsformular bereit. Auch wer noch keine konkrete Idee hat, sollte dieses Formular nutzen, um so von Informationsmaterialien, Qualifizierungs-Workshops und Beratungsangeboten profitieren zu können.
Die Projekteröffnung wurde moderiert von Beate Kowollik.
Am Gespräch teilgenommen haben:
- Frau Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich, Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
- Herr Abteilungsleiter Dr. Ulrich Heinemann, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
- Herr Roland Berger, Vorstand der Stiftung Partner für Schule NRW
- Frau Birgit Glauner, Lehrerin an der St. Marien-Grundschule Moers
- Frau Gabriele Vieler, Lehrerin am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Duisburg
- Angelika Sygulla, Schülerin am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Duisburg
- Sandra Volkmann, ehemalige Schülerin der St. Marien-Grundschule Moers
Im Rahmenprogramm der Veranstaltung zeigte Wissenschafts-Comedian und „Physikant“ Marcus Weber verblüffende naturwissenschaftlich-technische Experimente.































