"Mädchen wählen Technik" kooperiert mit der landesweiten Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation (zdi).
Ergebnisse
"Lehrerinnen und Lehrer brauchen die Fähigkeit, sich in Mädchen einzudenken. Die Herausforderung ist es, Aufgaben so zu stellen, dass die Motivation laufend erhalten bleibt. Insbesondere bei Hauptschülerinnen kommt es darauf an, dass sie keinen Misserfolg haben dürfen, sonst verlieren sie rapide die Lust daran. Ich finde, Mädchen sollten auch in technische Berufe gehen, weil sie in typischen Mädchenberufen schlecht verdienen. "Mädchen wählen Technik" hat mir den Anstoß gegeben, einiges in meinem Technikunterricht anders zu machen", so eine teilnehmende Lehrerin.
Die Reflexionen der Erfahrungen haben in weiten Teilen gezeigt, dass die Mädchen die Projekte interessiert aufgenommen und mit Spaß gearbeitet, experimentiert und gebastelt haben. Die Schülerinnen, besonders der Primarstufe, waren leicht zu begeistern, zeigten Interesse an den technischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und waren meist positiv über ihre Fähigkeiten in diesem Bereich überrascht. In vielen Fällen wurden weitere Projekte oder Fortführungen der Unterrichtsreihen gewünscht. Die Mädchen fühlten sich durch die spezifischen Anpassungen der Projekte an ihre Bedürfnisse - z.B. die Möglichkeit zur kreativen Gestaltung und die Auswahl alltagsnaher Themen - angesprochen.
"Im Technikunterricht für Mädchen muss unbedingt auch das künstlerische Element zum Tragen kommen. Die wichtigste Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern: Sie müssen in der Lage sein, eine breite Vertrauensbasis zu erzeugen. Die Stärken von Mädchen im Technikunterricht sind die Ausdauer und die Sorgfalt, mit der sie zu Werke gehen. Sie legen meist eine viel bessere Arbeitsweise an den Tag als Jungen. Das Programm "Mädchen wählen Technik" hat mir hierbei ganz neue Perspektiven eröffnet", so ein Teilnehmer.
Viele Unterrichtsprojekte sind in das Schulprogramm eingeflossen und werden in dieser oder ähnlicher Form weiterentwickelt und fortgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Mädchen durchaus dauerhaft für naturwissenschaftlich-technische Zusammenhänge zu begeistern sind. Eine weitere konsequente mädchengerechte Förderung kann ihnen hier langfristig eine gute Basis mit neuen Kriterien für eine objektive Berufswahl schaffen:
„Mich hat die Woche zum
Nachdenken gebracht. Ich hätte nicht geglaubt, dass mir Männerberufe Spaß
machen“ berichtet eine Teilnehmerin aus einem Berufskolleg. Und ihre Klassenkameradin merkt an: "Als wir den Bausatz hergestellt haben, habe ich gemerkt,
dass ich gut mit Werkzeug umgehen kann."
Auf dieser Webseite erhalten Sie einen Überblick über die entwickelten Unterrichtseinheiten inklusive Erfahrungsberichten und Arbeitsmaterialien.
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