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Interview mit Roland Berger, Vorstand der Stiftung Partner für Schule NRW |
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Herr Berger, als die Anfrage von Audi kam, die Initiative mit zu unterstützen, haben Sie gleich zugestimmt. Warum?
Die Automobil-Branche ist eine innovative Zukunftsbranche und damit ein sehr interessanter Partner für Schulen, und auch ein attraktiver Arbeitgeber für die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Berufsbildern. Ziel der Initiative ist es unter anderem ja auch, 100 neue Ausbildungsplätze in diesem Bereich zu schaffen und damit der immer noch schwierigen Situation auf dem Ausbildungsmarkt für Jugendliche aktiv entgegen zu wirken. |
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Es heißt, Sie haben nur wenige Wochen für den Projektstart gehabt. Stimmt das?
Richtig, wir hatten nur wenige Wochen für die Planung der ersten Schritte. Nur mit vereinten Kräften, in enger Zusammenarbeit mit Audi und dem zuständigem Ministerium, haben wir in dieser kurzen Zeit bereits viel erreicht. Wir befinden uns aktuell in der ersten Umsetzungsphase, in der wir Kontakte zwischen 125 Audi Autohäusern und Schulen in NRW herstellen. |
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Können Sie das Projekt kurz skizzieren?
Es lassen sich momentan drei Schwerpunkte im Projekt unterscheiden: Neben der geplanten Schaffung der neuen Ausbildungsplätze werden Informationen zu Ausbildungsberufen in der Automobilindustrie in einer Broschüre zusammengestellt, die Unterstützung im Berufsorientierungsprozess bieten wird. Außerdem werden insgesamt 125 Partnerschaften zwischen den einzelnen Audi Betrieben und weiterführenden Schulen in der Nähe geschlossen. Im Rahmen dieser Partnerschaften können beispielsweise Betriebspraktika für Schüler oder Lehrkräfte, Betriebserkundungen oder Hospitationen stattfinden. |
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Die Initiative gründet auf dem Prinzip der „Partnerschaft auf Gegenseitigkeit“. Was genau heißt das?
Wir sehen das als eine klassische win-win-Situation: Beide Seiten profitieren von dieser Partnerschaft. Die Schülerinnen und Schüler erhalten früh einen Blick in die unternehmerische Praxis und werden so im Berufsorientierungsprozess unterstützt. Für Audi als Arbeitgeber ergibt sich durch das Projekt die Möglichkeit, mit potentiellen Auszubildenden frühzeitig in Kontakt zu treten, diese vor Beginn einer Ausbildung näher kennen zu lernen und so die Zahl der späteren Ausbildungsabbrüche zu verringern. |
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Sie stehen für das Interesse der Schulen. Wie profitieren Lehrer und Schüler von der Initiative?
Aus Erfahrung wissen wir, dass von Seite der Lehrer gerade in weiterführenden Schulen ein hohes Interesse an einer Öffnung der Schulen hin zur Arbeitswelt besteht. Durch den Kontakt zum beruflichen Alltag erhalten sie aktuelle Einblicke in neue Berufe und können so den Unterricht praxisbezogener gestalten.
Durch die zusätzliche Bereitstellung von Lernfahrzeugen für 5 Berufskollegs erhalten die Schülerinnen und Schüler dort einen haunahen Einblick in die moderne Automobiltechnik von Audi.
Ganz konkret bietet das Projekt auch eine berufliche Perspektive für die 100 Schülerinnen und Schüler, die einen Ausbildungsplatz erhalten werden. |
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Wie viele Schulen bzw. Schüler in Nordrhein-Westfalen erreichen Sie mit der Initiative?
Durch die geplanten Partnerschaften mit den Audi Partnern werden wir durch die 125 Schulen ca. 7.000 Schülerinnen und Schüler unmittelbar ansprechen.
Daneben können fast alle weiterführenden Schulen von der Informationsbroschüre profitieren, die im Projektverlauf entsteht und die wichtigsten Ausbildungsberufe in Kfz-Betrieben vorstellt. |
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Barbara Sommer, die Schulministerin, hat die Schirmherrschaft übernommen. Können Sie uns dazu mehr Informationen geben?
Frau Sommer ist begeistert von dieser Initiative und hat die Schirmherrschaft gerne übernommen, da das Projekt etwas bewegen möchte und innovative Wege geht, um das Thema Partnerschaft zwischen Schulen und Unternehmen voran zu bringen und zu unterstützen. Das Engagement von Wirtschaft für Schulen hat eine enorme Bedeutung wie auch die aktuelle Initiative „ Wir wollen: Wirtschaft für Schule in NRW“ der Landesregierung NRW verdeutlicht. |
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Ihre persönliche Rolle?
Wir unterstützen mit unserem Team das Projekt landesweit mit unseren Erfahrungen im Bereich Partnerschaften zwischen Unternehmen und Schule. In Einzelnen stellen wir Informationen und Material für die Schulen bereit und koordinieren zwischen den Schulen, dem Schulministerium und Audi. |
Kontakt Stiftung Partner für Schule NRW: Detlef Kaenders
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Weitere Informationen zum Projekt
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